Vorsorge­voll­macht, Bevollmächtigter

Die Vorsorge­voll­macht unterscheidet sich maßgeblich von der Betreuungsverfügung: Mit einer Betreuungsverfügung wird zwar die Person, die Betreuer werden soll, dem Vormundschaftsgericht vorgeschlagen. Diese Person muss aber erst vom Vormundschaftsgericht zum Betreuer bestellt werden. Dies kann mehrere Wochen dauern.

Danach erst hat die Person die Befugnisse eines Betreuers, unterliegt aber auch gesetzlichen Beschränkungen und Vorgaben. Mit der Vorsorge­voll­macht dagegen ist die Person Ihres Vertrauens sofort handlungsfähig und zwar genau im dem Umfang, den Sie selbst festgelegt haben. Die Bestellung eines gesetzlichen Betreuers ist dann nicht mehr erforderlich, weil Sie – durch Ihren Bevollmächtigten – noch handeln können.

Den Umfang der Befugnisse des Bevollmächtigten bestimmen Sie selbst. Weil bei der Aufzählung einzelner Bereiche leicht etwas übersehen werden kann, wählen die meisten Menschen für die Vorsorge eine notarielle Generalvollmacht. Diese gilt für alle vermögensrechtlichen und persönlichen Angelegenheiten, und kann im Einzelfall angepasst werden.

Sie können in einer solchen Vollmacht konkrete Anweisungen an den Bevollmächtigten geben, damit dieser weiß, wie Sie selbst in einer bestimmten Situation entscheiden würden, z.B. wie Ihr Geld angelegt werden soll.