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Notargebühren, Kosten

Ähnlich wie bei Immobilienangelegenheiten sind die Notarkosten bei familienrechtlichen Verträgen vom Gegenstandswert abhängig, nicht vom Arbeitsaufwand des Notars. Die Notargebühr ist gesetzlich festgelegt. Es kommt im Einzelfall darauf an, was die Beteiligten genau vereinbaren. Betrifft z.B. der Ehevertrag nur das Vermögen eines Ehegatten, ist nur dessen Vermögen maßgeblich. Sind dagegen beide Vermögen betroffen, wie z.B. bei der Vereinbarung von Gütertrennung, so kommt es auf die Summe der Werte der gegenwärtigen Vermögen beider  Ehegatten an. Bei der Ermittlung des maßgeblichen Vermögens werden Schulden nur bis zu Hälfte des Wertes des Bruttovermögens abgezogen.

Bei einem maßgeblichen Vermögen von 100.000 € beträgt z.B. die Beurkundungsgebühr für eine Gütertrennung 546,00 €. Darin inbegriffen ist die umfassende Beratung durch den Notar, die Entwurfsfertigung sowie die Beurkundung im engeren Sinne. Hinzu kommen Auslagen und Umsatzsteuer.

Vereinbaren die Beteiligten beispielsweise ferner, dass ein Ehegatte dem anderen für 24 Monate Unterhalt in Höhe von 500,00€ zahlt, kommt ein Gegenstandswert von 12.000,00 € (= 24x 500,00€) hinzu. Wenn diese Regelung in derselben Urkunde erfolgt, wie die genannte Gütertrennung, erhöht sich der Gegenstandwert der Urkunde auf 112.000,00€ und die Beurkundungsgebühr beträgt dann € 600,00 € zzgl. Auslagen und Umsatzsteuer.